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Klima-Wissen

Das Eis schwindet
Sollten die nächsten Jahrzehnte klimatisch ähnlich verlaufen wie die vergangenen 20 Jahre, so dürfte nach Expertenmeinung das allerletzte Eis der Alpen in 100 Jahren noch am Großen Aletschgletscher zu finden sein. Ab 2050 schon könnten Flüsse wie Donau oder Rhone dadurch im Sommer völlig austrocknen.

Lästige Mails
Wussten Sie, dass die Kohlenstoffdioxid- Bilanz von Spam-Mails bei ca. 17 Millionen Tonnen liegt? Das entspricht dem Ausstoß von rund 1,5 Millionen US-Haushalten. Dies hat nun eine Studie gezeigt, die durch den Softwarehersteller McAfee in Auftrag gegeben wurde. Außerdem hat man jetzt herausfinden können, dass die Abschaltung eines berüchtigten Spam-Versenders nach energetischen Gesichtspunkten einer Stilllegung von knapp 2,2 Millionen PKWs gleichkommt.

Fahrgemeinschaften
Fahrgemeinschaften liegen im Trend und tun nicht nur dem Geldbeutel besonders gut. Unsere Umwelt wird mit weniger Abgasen belastet, wenn statt 2 oder 3 Fahrzeugen nur ein Fahrzeug genutzt wird. Somit wird das durch Abgase in die Luft gestoßene CO₂ deutlich verringert, bei nur einem Mitfahrer sogar schon um 50%! Einen einfacheren und preiswerteren Beitrag zum Umweltschutz kann der Einzelne kaum leisten. Fahrgemeinschaften sind daher clever und zeitgemäß.

Tipps zum Wassersparen und damit
CO₂ reduzieren
+ Tropfende Warmwasserhähne reparieren: 20 kg
+ Nur so viel Teewasser kochen wie benötigt: 25 kg
+ Nur volle Waschmaschinen anstellen: 45 kg
+ Wassersparenden Brausekopf
einbauen: 230 kg
(je Kilogramm CO₂ pro Jahr)

Eine Tonne Papier
Jede Tonne Recycling-Papier  rettet 17 Bäume und spart Elektrizität, die eine Durchschnitts-Wohnung in einem halben Jahr verbrauchen würde. Außerdem werden 32.000 Liter Wasser - das entspricht der Menge von fast 230 vollen Badewannen - sowie 2,3 Kubikmeter Müll auf der Deponie vermieden.

Klima-Schutz durch überlegte Ernährung
Durch die Verwendung von biologischen, regionalen und saisonalen Produkten und darüber hinaus die Verminderung tierischer Lebensmittel, können Sie bis zu 0,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr sparen. Frische Ware verursacht im Schnitt 150g CO₂ pro Kilogramm, tiefgekühlte Produkte 400g Kohlendioxid pro kg Ware und eine Konserve ca. 500g CO₂-Emissionen. Fertigprodukte erzeugen natürlich mehr CO₂ als Frischware, da jeder Arbeitsschritt zusätzlich CO₂ verursacht.

Nemo ohne Scheu
Studien zufolge werden unsere Meeresbewohner ebenfalls vom CO₂-Anstieg bedroht. Demnach verändere sich das Verhalten von Fischen durch die CO-Versauerung der Ozeane. Insbesondere bei Clownfischen sei durch Untersuchungen aufgefallen, dass sie die Scheu vor ihren Feinden verlieren. Bei einem ‚gesunden‘ CO₂-Gehalt flüchten die Tiere sofort. Bei höheren Konzentrationen scheinen die Fische schlechter zu reagieren und verharrten an ihren Positionen. Somit wären sie eine leichte Beute.

Winterzeit-Kältezeit
Eine mit Heizöl beheizte 70m²-Wohnung in Deutschland verbraucht etwa 10.000 kWh Energie pro Jahr und verursacht somit einen CO₂-Ausstoß von 3,2t. Wer jedoch seine Wohnung mit Fernwärme warm hält, verbraucht im Schnitt nur 8.260 kWh und emittiert 2,1t CO₂. Noch besser: Erneuerbare Energien wie Holzpellets oder Biomasse nutzen. Kleiner Tipp zum Heizen: Gekippte Fenster fressen Energie! Lieber öfter (jeweils höchstens 10 Minuten) und mit Durchzug lüften. Dabei die Heizung runter drehen.

Greifen Sie zur Mehrwegflasche!
Bis zu 25 Mal wird eine Mehrwegflasche aus PET wiederbefüllt. Mehrwegflaschen aus Glas werden sogar bis zu 50 Mal verwendet. Ein Kasten mit 20 Mehrwegflaschen aus Glas ist somit gleichwertig wie 1.000 Einwegflaschen. Wenn alle alkoholfreien Getränke in Mehrwegflaschen abgefüllt würden, könnten jährlich 1,25 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden – das entspricht dem Gesamtausstoß einer halben Million Mittelklassewagen bei einer Fahrleistung von 15.000 km im Jahr.

"Grüne" Post
Sogar bei der Post lässt sich CO₂ einsparen: „Go-Green“ ist eine Kampagne der Deutschen Post und DHL, durch die man für nur wenige Cent mehr seine Briefe und Päckchen CO₂-neutral versenden kann. Das heißt natürlich nicht, dass die Postboten nur noch zu Fuß oder gar schwimmend unterwegs sind, sondern dass durch international anerkannte Umweltprojekte, wie z.B. den Bau eines Wasserwerkes in Brasilien, die entstandenen CO₂-Emissionen ausgeglichen werden können.

Zukunftsgerichtet

Schon die Benutzung von Toaster und Kaffeemaschine am Morgen verursacht 155g CO₂. Am Arbeitsplatz sorgen Drucker und Computer dafür, dass die Büroarbeit mit 1.055g CO₂ pro Tag zu Buche schlägt. Der TV-Krimi am Abend macht weitere 120g CO₂ aus.Es lohnt sich in die Zukunft zu investieren, denn durch den Kauf eines neuen Haushaltsgerätes lässt sich der CO₂-Verbrauch beträchtlich reduzieren. Beispiel: Mit einer neuen Spülmaschine kann ein Durchschnittshaushalt über 150kg CO₂ pro Jahr sparen.

Stromfresser Google?
Der zurzeit wohl populärste Suchmaschinen-Konzern Google verbrauchte im Jahr 2010 rund 2,26 Mrd. Kilowattstunden Strom. Nimmt man den deutschen Durchschnittswert an CO₂-Emissionen pro kWh, entstanden knapp 1,3 Mrd. kg CO₂. 100 Mal ‚googeln‘ verbraucht genauso viel Strom wie das 28-minütige Brennen einer 60-Watt Glühbirne. Das Unternehmen fügt hinzu: Alle seine Dienste funktionieren kohlendioxidneutral, da der CO₂-Ausstoß durch den Kauf von Schadstoffzertifikaten ausgeglichen werde.

 
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